Hyaluronsäure / PRP


Hyaluronsäure

Hyaluronsäure ist ein Mehrfachzucker, der unter anderem Teil der Gelenksflüssigkeit ist. Die Substanz wird zur Behandlung von Arthrose eingesetzt. Sie kann Wasser binden und so zur geringeren Reibung in den Gelenken beitragen. Bei einer Arthrose ist die Menge der Hyaluronsäure im Gelenk reduziert, der Verlust kann durch die Injektionen künstlich ersetzt werden.

Bei der sogenannten Viskosupplementation wird der Wirkstoff direkt in das betroffene Gelenk gespritzt. Da Hyaluronsäure natürlicher Bestandteil der Gelenkschmiere (Synovia) ist, wird auf diese Weise die Beweglichkeit des Gelenks unterstützt. Üblicherweise sind drei Infiltrationen im Wochenabstand erforderlich. Neben der verbesserten Reibung wird die Hyaluronsäure z.T. auch im Knorpelgewebe eingelager, dieses sol dadurch qualitativ und quantitativ verbessert werden. Durch Reduktion der Entzündungsvorgänge im Gelenk kommt es zudem zu einer Schmerzreduktion.

Nebenwirkungen: In seltenen Fällen kommt es zu Unverträglichkeitsreaktionen der Haut oder auch zu Infektionen nach einer Injektion. Wird der Wirkstoff gespritzt, muss daher sehr sorgfältig auf steriles Arbeiten geachtet werden. Wichtig zu Wissen ist auch, dass die Hyaluronsäure ein Wirkstoff ist, der bei leichten bis mittleren Arthrosen hilft. Wenn kein Knorpel mehr vorhanden ist, kann man dem Knorpel auch nicht mehr durch zugeführte Substanzen helfen.

Üblicherweise erfolgen 3 Injektionen im Wochenabstand. Laut diverser Studien hält die Verbesserung durchschnittlich ein Jahr an.

Platelet Rich Plasma – Selbstheilungskräfte optimal nutzen

Eine einfache und schnelle Methode, die seit mehr als zehn Jahren mit zunehmendem Erfolg ambulant eingesetzt wird, ist die Herstellung von körpereigenen Wundheilungsfaktoren aus Blutplättchen, die sogenannte Platelet Rich Plasma- oder kurz PRP-Therapie.

PRP führt zu einer schnelleren Heilung, einer Reduzierung der Entzündung sowie einer besseren Durchblutung des Gewebes, die genauen Wirkmechanismen sind jedoch noch nicht exakt bekannt.

Bei jeder Verletzung spielen die Blutplättchen eine entscheidende Rolle bei der Wundheilung, diese Wirkung wird durch die PRP-Therapie im Gewebe konzentriert und potenziert.

Einsatzgebiete:
Die Einsatzgebiete sind vielfältig und größtenteils durch Studien dokumentiert.

  1. Arthrosebehandlung: Bei früh- und mittelgradigen Arthrosen kommen neben physikalischen und physiotherapeutischen Maßnahmen auch Medikamente, z.B. eine Knorpelaufbautherapie zum Einsatz. Auch die PRP-Therapie hat sich bewährt. Es kommt durch die lokale Therapie zu einer Reduzierung der Entzündung und somit zu einer besseren Durchblutung und Beweglichkeit des Gelenkes. Weiterhin hat die Therapie eine positive Wirkung auf die Knorpelzellen und den darunterliegenden Knochen. Insgesamt kommt es durch die PRP-Therapie zu einer Verbesserung der Schmerz- und Arthrosesituation.
  2. Überlastungsschäden: Akute oder chronische Sportverletzungen und Überlastungen, wie z.B. der Tennisarm, Patellasehnen- und Achillessehnenentzündung,  Überlastungsschäden des Schultergelenkes und ähnliches können behandelt werden. Bei minimalen Nebenwirkungen/Risiken ist PRP einer Kortison-Infiltration, z.B. beim Tennisarm deutlich überlegen.

Wie läuft die Therapie ab?

Im ersten Behandlungsschritt wird den Patienten dabei mit einer Spritze 20 ml Blut aus der Armvene entnommen. Durch ein spezielles Aufbereitungsverfahren, das direkt im Anschluss an die Blutentnahme durchgeführt wird,  wird dann isoliert der Teil des Blutes gewonnen, der verschiedene körpereigene, wachstumsfördernde und arthrosehemmende Eiweiße (sog. endogene Wachstums- und Differenzierungsfaktoren) in konzentrierter Form enthält. Dies dauert nur einige Minuten.
Die so erhaltene Lösung mit hochkonzentrierten Wundheilungsfaktoren wird dann in das betroffene Gelenk oder an die betroffene Struktur eingespritzt.

Diese Therapie wird bei Arthrose und Überlastungsschäden im Allgemeinen 2-3x im wöchentlichen Abstand durchgeführt, um eine Wirkung zu erzielen.