Der "Tennisarm" (Epicondylitis) ist eine der hartnäckigsten Beschwerden in der täglichen orthopädischen Praxis. Patienten aus Bietigheim-Bissingen und Umgebung kommen oft mit stechenden Ellenbogenschmerzen zu mir, die jeden Händedruck oder das Halten einer Kaffeetasse zur Qual machen. In vielen Fällen wurde bereits erfolglos mit Cortison-Spritzen behandelt. Warum diese Standardmethode oft versagt und warum ich in meiner Privatpraxis auf eine nachhaltige Geweberegeneration statt auf kurzfristige Symptomunterdrückung setze, erkläre ich in diesem Artikel.
Zuerst das wichtigste medizinische Update: Ein chronischer Tennisarm ist in den allermeisten Fällen keine klassische Entzündung mehr. Ich spreche heute von einer "Tendinose" – einem degenerativen Umbauprozess der Sehnenfasern am Knochenansatz. Cortison ist ein hochwirksamer Entzündungshemmer. Es kann den akuten Schmerz zwar schnell "maskieren", aber es fördert nicht die Heilung der geschädigten Gewebestruktur. Im Gegenteil: Mehrfache Cortison-Injektionen können das Sehnengewebe schwächen und die Degeneration sogar beschleunigen, was die hohe Rückfallrate erklärt.
In meiner Praxis verfolge ich den Weg der biologischen Regeneration. Der Goldstandard hierfür ist die Stosswellentherapie (ESWT). Statt die Sehne chemisch zu beruhigen, rege ich sie durch hochenergetische Schallwellen dazu an, sich selbst zu reparieren. Die Stoßwelle verbessert die Durchblutung massiv und setzt Wachstumsfaktoren frei, die neue, gesunde Sehnenfasern bilden. Die Erfolgsquote bei chronischen Tennisarmen liegt in meiner Erfahrung bei über 80 % – und das ganz ohne die Nebenwirkungen von Cortison oder die Risiken einer Operation.
Unterstützend nutze ich das Akupunktur & Dry Needling. Mit speziellen Akupunktur-Nadeln löse ich gezielt Triggerpunkte in der verspannten Unterarmmuskulatur. Dies nimmt den mechanischen Zug von der gereizten Sehne und sorgt oft für eine sofortige Schmerzlinderung. Bei besonders hartnäckigen Verläufen bietet die PRP-Eigenbluttherapie eine weitere exzellente Option: Die hochkonzentrierten Botenstoffe aus Ihrem eigenen Blut wirken wie ein Turbolader für die Sehnenheilung.
Ein Tennisarm entsteht nicht über Nacht – meist ist er das Ergebnis monatelanger Fehlbelastung, sei es durch Computerarbeit (Mausarm), handwerkliche Tätigkeiten oder tatsächlich durch Sport. Daher gehört zu einer vollständigen Heilung auch die Ergonomie-Beratung. Ich analysiere gemeinsam mit Ihnen, wie Ihr Arbeitsplatz optimiert werden kann. Gezieltes exzentrisches Dehntraining, das Sie zu Hause durchführen, stärkt die Belastbarkeit der Sehne langfristig und ist der beste Schutz vor einem Rückfall.
Mein Fazit: Cortison sollte beim Tennisarm heute die Ausnahme sein, nicht die Regel. Wenn Sie eine Behandlung suchen, die die Ursache anpackt und Ihre Sehne wieder belastbar macht, sind moderne regenerative Verfahren der richtige Weg. Lassen Sie uns gemeinsam einen Plan erstellen, damit Ihr Ellenbogen bald wieder voll einsatzfähig ist – im Alltag wie im Sport.
Leiden Sie unter einem hartnäckigen Tennisarm und möchten eine nachhaltige Alternative zu Cortison? Vereinbaren Sie jetzt ein Beratungsgespräch bei mir in Bietigheim-Bissingen für eine dauerhafte Heilung.
Autor: Dr. Christoph Lukas, Facharzt für Orthopädie und Sportmedizin, Bietigheim-Bissingen · Stand: 24. März 2026