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Arthrose – Gelenkverschleiß ganzheitlich behandeln in Bietigheim-Bissingen

Arthrose ist die weltweit häufigste Gelenkerkrankung. Ich erkläre, wie der schleichende Knorpelabbau entsteht, warum Schmerzen oft schubweise auftreten und mit welchen innovativen Therapien Sie Ihre Gelenke auch im fortgeschrittenen Stadium schützen können.

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Arthrose – Was Sie wissen sollten

Arthrose bezeichnet den fortschreitenden Verschleiß des Gelenkknorpels, der weit über das altersübliche Maß hinausgeht. In einem gesunden Gelenk wirkt der Knorpel wie ein elastischer Stoßdämpfer. Bei Arthrose verliert dieses Gewebe an Elastizität, wird spröde und reibt sich allmählich ab. Im fortgeschrittenen Stadium reagiert der darunterliegende Knochen mit schmerzhaften Veränderungen (Osteophyten). Besonders häufig betroffen sind die Knie (Gonarthrose), die Hüften (Coxarthrose), die Wirbelsäule und die Fingergelenke.

Der Verlauf einer Arthrose wird medizinisch oft in Grade (1 bis 4 nach Kellgren & Lawrence) unterteilt. Während Grad 1 lediglich leichte Knorpelunregelmäßigkeiten zeigt, kennzeichnet Grad 4 den fast vollständigen Verlust des Knorpels („Glatze") und eine massive Gelenkdeformierung. Ein wichtiges Leitsymptom ist der Anlaufschmerz: Die ersten Schritte am Morgen oder nach längerem Sitzen sind besonders mühsam. Später kommen Belastungsschmerzen und schließlich Ruheschmerzen hinzu, oft begleitet von Schwellungen und Überwärmung bei entzündlichen Schüben (aktivierte Arthrose).

Die Ursachen für Arthrose sind vielfältig. Neben dem natürlichen Alterungsprozess spielen genetische Faktoren, Fehlstellungen (X- oder O-Beine), Übergewicht und vorangegangene Sportverletzungen (z. B. Kreuzbandriss oder Meniskusschäden) eine entscheidende Rolle. Auch einseitige berufliche Belastung kann den Verschleiß beschleunigen. In meiner Praxis nutze ich moderne Bildgebung wie hochauflösendes Röntgen und MRT, um den exakten Status Quo Ihres Gelenks zu bestimmen.

Mein Behandlungsfokus in Bietigheim-Bissingen liegt auf dem Erhalt des Gelenks. Eine Prothese sollte immer das letzte Mittel sein. Die moderne regenerative Medizin bietet hier enorme Chancen: Ich setze gezielt biologische Verfahren wie die Hyaluronsäure-Injektion ein, um die Gelenkschmiere zu verbessern und den Knorpel zu stabilisieren. Die PRP-Therapie (Platelet-Rich Plasma) nutzt körpereigene Wachstumsfaktoren, um Entzündungen zu hemmen und regenerative Prozesse direkt im Gelenk anzustoßen.

Ein oft unterschätzter Faktor in der Arthrosetherapie ist die Lebensweise. Eine Gewichtsreduktion entlastet die Gelenke mechanisch massiv. Gleichzeitig kann eine entzündungshemmende Ernährung (wenig Fleisch, viele Omega-3-Fettsäuren) die typischen Schmerzschübe deutlich reduzieren. In Kombination mit gezielter Physiotherapie, die die gelenkführende Muskulatur stärkt, lässt sich die Lebensqualität auch bei diagnostizierter Arthrose über Jahre hinweg auf hohem Niveau halten.

Ergänzend zur medikamentösen und mechanischen Therapie nutze ich in meiner Praxis physikalische Verfahren wie die hochenergetische Stosswellentherapie. Diese kommt vor allem dann zum Einsatz, wenn die Arthrose bereits zu schmerzhaften Reizungen der Sehnenansätze oder der Gelenkkapsel geführt hat. Mein Ziel bei jeder Therapieplanung ist es, Sie schmerzfrei in Bewegung zu halten – denn Bewegung ist für die Knorpelernährung essenziell.

Zweitmeinung vor Gelenkersatz: Viele Patienten kommen zu mir, wenn ihnen bereits zu einer Operation geraten wurde. Ich nehme mir Zeit für eine differenzierte Analyse. Oft kann ich durch eine Kombination aus moderner Injektionstherapie, Einlagenversorgung und gezieltem Training den OP-Termin um Jahre hinauszögern oder gar vermeiden. Ich berate Sie ehrlich über die Erfolgsaussichten der konservativen Methoden im Vergleich zum künstlichen Gelenk.

Häufige Fragen zu Arthrose

Ist Arthrose immer mit Schmerzen verbunden?
Nicht zwangsläufig. Viele Menschen haben einen röntgenologisch nachweisbaren Verschleiß, ohne Symptome zu spüren. Schmerzhaft wird es meist erst, wenn Entzündungsprozesse hinzukommen oder die Pufferfunktion des Knorpels kritisch reduziert ist.
Was ist der Unterschied zwischen Arthrose und Arthritis?
Arthrose ist primär ein "mechanischer" Verschleiß des Knorpels. Arthritis bezeichnet hingegen eine Entzündung des Gelenks, die viele Ursachen haben kann (z. B. Rheuma, Infektionen). Eine Arthrose kann jedoch in Schüben entzündlich werden (aktivierte Arthrose).
Helfen Injektionen wirklich bei Arthrose?
Ja, moderne Hyaluronsäure- und PRP-Therapien können Schmerzen lindern und die Beweglichkeit signifikant verbessern. Sie wirken wie eine Kombination aus Schmiermittel und biologischem Zellschutz direkt im betroffenen Gelenk.
Ab wann sollte man bei Gelenkschmerzen zum Orthopäden?
Sollten Schmerzen länger als zwei Wochen anhalten, die Beweglichkeit einschränken oder Gelenke anschwellen, ist eine frühzeitige Abklärung sinnvoll. Je früher eine Arthrose erkannt wird, desto besser greifen präventive Maßnahmen.

Arthrose behandeln lassen?

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